
Faust: Das Schuldbuch der Walpurgisnacht
Kurz vor Walpurgis taucht in Fausts Studierstube ein schmaler Band auf, dessen Seiten Verträge, Wünsche und Preisforderungen notieren, die nie offen ausgesprochen wurden. Mephisto nennt es eine Spielerei, doch Gretchen wird in einer Randnotiz genannt, bevor sie überhaupt den Raum betreten hat. Faust erkennt schnell, dass das Buch nicht vergangene Schuld sammelt, sondern künftige Einwilligung vorbereitet. Wer weiterblättert, gerät in Versuchung, schon das eigene Schweigen für Zustimmung zu halten.






